Oberflächenassistent

Unterstützung bei der Produktsuche zur Abdichtung & Verklebung bestimmter Bau- & Werkstoffe

Erfahrung beruhen auf jahrelangen Praxis- & Labordaten

  • Der Oberflächenassistent unterstützt bei der Entscheidung, unterschiedliche Untergründe/Substrate sinnvoll, verträglich und dauerhaft miteinander abzudichten bzw. zu verkleben. Die Empfehlungen dieses Bau-/Werkstoff-Kompass beruhen auf jahrelangen Erfahrung aus der Praxis sowie dem eigenem Labor.

Vielfalt an modernen und nachhaltigen Oberflächen bei Bau- & Werkstoffen

  • Ein breites Spektrum verschiedenster organischer und anorganischer Werkstoffe sowie Verbundwerkstoffe, die eine wichtige Grundlage für die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft darstellen, spielen mitterweile eine Rolle im Baugewerbe.

  • Im modernen Bauwesen sowie in den zahlreichen Industriezweigen kommen zunehmend unterschiedliche Bau-/Werkstoffe für Jahre bis Jahrzehnte in Kontakt. Dabei steht die Nachhaltigkeit, die Verbindung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem im Vordergrund. Gerade die Kunststoffe, die dabei eine wichtige Rolle spielen und zu denen die Dicht-/Klebstoffe zählen, bringen für alle Beteiligte neue Herausforderungen. 

Risiko von Unverträglichkeiten unterschiedlicher Oberflächen

  • Um mögliche Unverträglichkeiten zwischen Baustoffen (bzw. Hilfsstoffen) zu vermeiden, müssen u.a. mögliche Weichmacherwanderungen zwischen den Werkstoffen sowie diverse andere, unerwünschte chemische Reaktionen ausgeschlossen werden. Als eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung dieses Assistenten stellten sich die unterschiedlichen Definitionen der Hersteller von Werkstoffoberflächen dar. Dabei galt es grundlegende Oberflächeneinteilungen durchzuführen, um dem jeweiligen Anwender die Möglichkeiten zur richtigen Auswahl eines Dicht- oder Klebstoffes zu ermöglichen, die als Orientierung dienen kann. 

Eigenversuche werden empfohlen

  • Wir empfehlen grundsätzlich ausreichende Informationen vom Hersteller der zu verklebenden oder abzudichtenden Oberfläche einzuholen, um für eine dauerhafte Abdichtung/Verklebung optimale Ergebnisse zu erzielen. Eine Eigenprüfung bzw. generelle Eigenversuche sind stets sinnvoll und werden generell in ausreichender Form empfohlen.

Hinweistext Metalle

Feuchtigkeitseinwirkungen können Korrosionsschäden am Metall verursachen. Dabei muss das Metall der Feuchtigkeit nicht immer direkt ausgesetzt sein. Bei Abdichtungen/Klebungen von Metallen und saugenden Werkstoffen (z.B. Holz, Beton etc.) kann Feuchtigkeit durch den saugfähigen Bauwerkstoff an die Metalloberfläche diffundieren. Um dies zu vermeiden sollte die metallische Klebe-/Abdichtfläche über einen entsprechenden Korrosionsschutz verfügen!

Aufgrund hoher Oberflächenenergien lassen sich Metalle im Allgemeinen gut abdichten/Kleben. Aluminium, Chrom, Messing, Edelstahl sowie diverse andere Metalle/Legierungen können dabei allerdings die Ausnahmen spielen. Im gewalzten, gezogenen, gegossenen und geschmiedeten Ausgangszustand kommt es durch undefinierte Oxidschichten, Trenn- und Gleitmittel, Schneidöle, Ziehfette etc. häufig zu mangelnden Haftfestigkeiten der Dicht-/Klebstoffe. Hier ist meist eine Oberflächenvorbehandlung nötig, um eine ausreichende Haftung, sowie alterungsstabile Klebeverbindungen zu erzielen. Allerdings ist auch mit einer Vorbehandlung der Metalle/Legierungen keine eindeutige Aussage über die Benetzbarkeit der Oberflächen möglich.

Mechanische Oberflächenvorbehandlungsverfahren (Schleifen, Bürsten, Strahlen) verbessern die Oberflächenaktivität, können aber teilweise einen negativen Einfluss auf die Haftungseigenschaften nehmen, da stellenweise Verunreinigungen über die Oberfläche verteilt werden. Eloxieren, Chromatieren, Phosphatieren oder "Beizen" in Säuren oder Laugen als mögliche Vorbehandlungen unterschieden sich in ihrer Vielfalt, ihrem Alter sowie in möglichen Zusatzbehandlungen mit z.B. Wachsen/Ölen. Diverse Pulverbeschichtungen auf den Substratoberflächen können Additive wie Paraffin/Wachs- oder auch PTFE enthalten, die wiederum die Benetzbarkeit der Klebeflächen stören.